ZGO Herbst Update 2026
- Kai-Uwe Steuber
- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Liebe Kolleginnen und Kollegen
Vielen Dank für das zahlreiche Erscheinen zur Jahresversammlung mit dem Vortrag von Nationalrätin Bettina Balmer.

Bisher haben erst 25 % der Mitglieder an der ZGO-Mitgliederumfrage teilgenommen. Alle Mitglieder, die den Fragebogen noch nicht ausgefüllt haben, werden gebeten, dies so bald wie möglich zu tun. Die Umfrage finden Sie hier:
Seit der Jahresversammlung im Mai gibt es Folgendes zu berichten:
(1) Von allen Gesundheitskosten werden 25 % „out of pocket“ bezahlt (!), 70 % durchs KVG und nur 5 % durchs VVG.
(2) Pierre-Alain Schnegg, der Präsident der OAAT, hat in Biel eine Pilotstudie mit gleicher ärztlicher Vergütung für ambulante und stationäre Eingriffe gestartet. Laut eigenen Aussagen mit Erfolg.
(3) Seit der Jahresversammlung sind verschiedene interessante politische Entscheidungen gefallen:
(a) Es wird an Zürcher Spitälern keine kostenpflichtige Fast-geben.
(b) Die kantonale Strategie zur Umsetzung des Versorgungskonzepts «ambulant vor stationär» entlang des gesamten Behandlungspfads fordert eine Beibehaltung des aktuell guten Versorgungsgrads, nennt jedoch keine konkreten Massnahmen.
(c) Die «Stopp Prämien-Schock»-Initiative wurde im Kanton Zürich mit 53 % angenommen. Inhaltlich geht es dabei um eine steuerliche Entlastung bei den Krankenkassenprämien. Bisher wurde der Steuerabzug für Krankenkassenprämien im Kanton Zürich nur alle zwei Jahre angepasst, und lediglich an die allgemeine Teuerung. Die Initiative koppelt diesen Abzug nun direkt an die tatsächliche Entwicklung der Krankenkassenprämien: Steigen die Prämien stärker als die allgemeine Teuerung, steigt automatisch auch der Steuerabzug im gleichen Ausmass. Die Neuregelung soll ab 2028 gelten. Hintergrund war der starke Prämienanstieg (seit 1996 rund +230 %, 2023 allein +7,1 % im Kanton Zürich), der laut den Initianten (SVP) den Mittelstand besonders belastet.
(4) Die Befragung der AGZ bei Zürcher Fachgesellschaften zur Einführung des TARDOC ergab Folgendes: keine spürbare Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in der Grundversorgung; teilweise nicht kostendeckende Leistungen, vor allem bei ambulanten Pauschalen, die zudem medizinisch inhomogen sind und eine fehlende Transparenz in der Kalkulation aufweisen; unflexible Regeln bei Limitationen und Kombinationsverboten.
(5) Die Universitätsklinik Balgrist bietet neu «Orthoplastics» an, eine Kombination aus Orthopädie und plastischer Chirurgie bei Knochen- und Weichteildefekten. Anbei finden Sie den Flyer.
(6) Ein Zulassungsstopp ist ab Sommer 2026 geplant. Aktuell sind «nur» die Radiologie und Urologie betroffen. Eine Stellungnahme der ZGO wurde eingereicht. Neuere Informationen liegen im Moment nicht vor.
Herzliche Grüsse,
Arno Frigg und der ZGO-Vorstand
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